Liebe eat.READ.sleepies,
was war das für ein schönes, sonniges Maiwochenende. Endlich konnte ich wieder die Balkonmöbel rausstellen und lesen, lesen, lesen. In der Sonne macht es doch gleich viel mehr Spaß, auch dann (oder gerade dann?), wenn man Geschichten aus dem ewigen Eis liest.
Zum Glück sind meine Bücherstapel im Augenblick selbst für mich besonders hoch, so dass sie mir ausreichend Schatten spenden können :-). Das liegt auch am Lesen für die Jury des Deutschen Buchpreises. Leider darf ich da nicht viel drüber erzählen, es soll ja spannend bleiben, aber ich bin schon begeistert, wie viele tolle deutschsprachige Romane in diesem Jahr erschienen sind oder noch erscheinen werden. Da wird uns der Stoff für eat.READ.sleep. nicht ausgehen.
Dann durfte ich Ende April Judith Hermann treffen. Ihre Romane spalten ja die eat.READ.sleep.-Community. Ich gehöre bekennenderweise zu den Fans. Das Gespräch mit ihr im Hamburger Literaturhaus über ihren Großvater, der bei der Waffen-SS war, hat mich sehr berührt, gerade in Verbindung mit dem Roman „Europäische Erziehung“ von Romain Gary. Wir haben den Abend für unsere Reihe „Der Norden liest“ aufgezeichnet und
senden ihn kommenden Sonntag.
Und dann lesen wir ja auch noch zusätzlich für unsere neue Fernsehrubrik bei DAS! Kennt ihr die schon? Da haben Katharina und ich uns
bei Buchstabenkeksen über „Die Namen“ von Florence Knapp ausgetauscht. Ein Roman mit einer faszinierenden Idee: Wie würde das Leben verlaufen, wenn man anders heißen würde?
Wie wäre zum Beispiel die Karriere von Udo Lindenberg verlaufen, wenn er seinen vollen Namen verwendet hätte? Udo Gerhard Lindenberg. Das habe ich aus der Udo-Biografie von Benjamin von Stuckrad-Barre gelernt. Mit Lindenbergs Liedern bin ich großgeworden, auch ich wollte als Kind Detektiv sein, den Hut tief im Gesicht und habe alle "TKKG"- und "Die drei ???"-Romane verschlungen. Jetzt wird Lindenberg 80, und es gibt nicht nur neue Bücher, sondern meine Kolleginnen und Kollegen von NDR 2 widmen ihm
einen neuen Podcast, mit ganz viel Musik, aber auch mit ganz vielen Geschichten. Ich hatte sofort Flashbacks beim Hören – so ähnlich wie Daniel mit den Instant-Nudeln in unserer Folge.
Egal, ob ihr Musik hört oder lest: Genießt die kommende Zeit, in der die Sonne hoffentlich wieder etwas mehr Fahrt aufnimmt. Auf dem Balkon, im Café, auf dem Sofa – Hauptsache mit guten Büchern.
Viele Grüße